Unser Theater in Waal hat eine lange Tradition
Über viele Jahrzehnte hinweg prägten neben den Passionsspielen auch zahlreiche weitere Aufführungen das kulturelle Leben – unser Ziel und Anspruch ist es dabei, die Tradition des Passions- und anderer christlicher Volksschauspiele zu wahren und zu fördern. Hierbei umfassen unsere Stücke nicht nur Glaubensfragen, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen, menschliche Konflikte und zeitlose Geschichten.
Die Passionshistorie zeigt dabei beeindruckend den Wechsel und auch den Wandel unserer Passions- und Theaterspiele. Hier geht es zur Chronik.
Meilensteine der Geschichte unseres Theaters
1813
Bis 1813 wurden Theaterstücke an der Singold oder anderen Spielstätten im Freien aufgeführt.
Der Waaler Schlossherr Graf Kasimir Schenk von Castell kaufte im Winter 1813 einen Theaterbau aus
Marktoberdorf, der von Waaler Bauern auf Schlitten nach Waal transportiert wurde und im Schlossgarten aufgestellt wurde.
1826
Das Theater wurde aus dem Schloßgarten entfernt und der gegründeten Theatergesellschaft übergeben – unter der Bedingung, dass pro Jahr zwei Stücke aufgeführt werden. Nachdem das Theater neben der Einsiedel-Kapelle wieder aufgebaut wurde, fand dort das erste neuzeitliche Passionsspiel statt.
1885
In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar brennt das Theatergebäude völlig ab. Viele Kulissen, Kostüme und das Vereinsarchiv verbrennen. Im gleichen Jahr beginnt die Gemeinde mit dem Wiederaufbau des Theaters mit 800 Plätzen.
1887
Mit dem Stück „Das Vaterunser in der Christnacht“ wird das neue Theater am 19. Juni eröffnet.
1957
Die Passionsspielgemeinschaft beschließt unter Vorsitz von Peter Pauli den Neubau eines Passionsspielhauses. Ohne diesen wäre eine Fortsetzung der Passionsspiele nicht möglich gewesen.
1960
Die Grundsteinlegung erfolgte am 13. Juli 1960.
Die anschließende Bauphase des Passionsspielhauses, einem elf Meter hohen Stahlbetonbau mit einer großen Glasfront, dauerte bis Mai 1961. Mit Eröffnung der Passion 1961 wurde das Passionsspielhaus, damals noch im Rohbau, am 7. Mai 1961 eröffnet.
1969
Das Passionsspielhaus geht in das Eigentum der örtlichen Kirchenstiftung St. Anna über. Die Bischöfliche Finanzkammer Augsburg hatte dies zur Bedingung für die Übernahme der Schulden der Passionsspielgemeinschaft gemacht.
2021
Abschluss der Restaurierung des Heimkehrer-Kreuzes


























